Welche Baunebenkosten entstehen beim Neubau wirklich?

Welche Baunebenkosten entstehen beim Neubau wirklich?

Wer ein Haus bauen möchte, beschäftigt sich zunächst mit dem eigentlichen Hauspreis. Schnell wird jedoch deutlich: Die Baukosten allein bilden nur einen Teil der Gesamtinvestition. Ein erheblicher Anteil entfällt auf zusätzliche Ausgaben, die im Zusammenhang mit Planung, Grundstück, Behörden, Anschlüssen und Bauvorbereitung entstehen.

Genau diese zusätzlichen Positionen werden als Baunebenkosten beim Neubau bezeichnet. Sie entstehen unabhängig vom eigentlichen Hausbau und müssen bereits in der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden. Werden diese Kosten unterschätzt oder nicht vollständig eingeplant, kann dies zu erheblichen Finanzierungslücken führen.

Dustin Große

Geschäftsführer

Baunebenkosten Neubau – was gehört alles dazu?

Unter Baunebenkosten beim Neubau versteht man alle Kosten, die zusätzlich zum eigentlichen Hauspreis entstehen. Dazu gehören unter anderem Planungskosten, Gebühren, Grundstückskosten sowie technische Anschlüsse.

In der Praxis liegen die Baunebenkosten beim Neubau meist zwischen 15 % und 20 % der reinen Baukosten. Die genaue Höhe hängt jedoch stark vom Grundstück, der Lage und den individuellen Bauanforderungen ab.

Die wichtigsten Kostenbereiche werden im Folgenden näher erläutert.

Grundstückskosten und Kaufnebenkosten

Bevor überhaupt gebaut werden kann, muss in den meisten Fällen zunächst ein Grundstück erworben werden. Neben dem Kaufpreis fallen dabei weitere Nebenkosten an.

Typische Kosten beim Grundstückskauf:

  • Grunderwerbsteuer

  • Notar- und Grundbuchkosten

  • gegebenenfalls Maklerprovision

Allein diese Kosten können bereits 7 % bis 12 % des Grundstückspreises ausmachen, abhängig vom Bundesland und der jeweiligen Provisionsregelung.

Planungskosten und Bauantrag

Ein weiterer Bestandteil der Baunebenkosten beim Neubau sind sämtliche Planungs- und Genehmigungskosten.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Architektenleistungen

  • Statik und Tragwerksplanung

  • Bauantrag und Genehmigungsgebühren

  • Vermessungskosten

  • Lageplan und Bauzeichnungen

Diese Leistungen sind notwendig, um ein Bauvorhaben rechtssicher planen und genehmigen zu lassen.

Bodengutachten und Baugrunduntersuchung

Vor Baubeginn muss geprüft werden, ob der Baugrund für das geplante Gebäude geeignet ist. Dazu wird ein geotechnisches Gutachten erstellt.

Ein Bodengutachten liefert wichtige Informationen über:

  • Tragfähigkeit des Bodens

  • Grundwasserstand

  • mögliche Setzungen

  • erforderliche Gründungsmaßnahmen

Die Kosten für ein Bodengutachten gehören ebenfalls zu den typischen Baunebenkosten beim Neubau.

Hausanschlüsse und technische Infrastruktur

Damit ein Neubau vollständig nutzbar ist, müssen verschiedene technische Anschlüsse hergestellt werden. Dazu gehören:

  • Stromanschluss

  • Wasseranschluss

  • Abwasseranschluss

  • Telekommunikation und Internet

  • gegebenenfalls Gasanschluss

Die Kosten für diese Anschlüsse werden von den jeweiligen Versorgungsunternehmen berechnet und können je nach Lage und Entfernung zur nächsten Leitung stark variieren.

Erdarbeiten und Baustellenvorbereitung

Auch die Vorbereitung des Grundstücks gehört zu den Baunebenkosten beim Neubau. Dazu zählen beispielsweise:

  • Aushub der Baugrube

  • Abtransport von Bodenmaterial

  • Baustelleneinrichtung

  • Baustrom und Bauwasser

  • Baustraße oder Zufahrt

Die tatsächlichen Kosten hängen stark von den Bodenverhältnissen sowie der Zugänglichkeit des Grundstücks ab.

Außenanlagen und weitere Baukosten

Nach Fertigstellung des Hauses fallen häufig weitere Kosten an, die im ursprünglichen Hauspreis nicht enthalten sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • Einfahrt und Zuwegungen

  • Terrassen

  • Gartenanlagen

  • Einfriedungen und Zäune

  • Carport oder Garage

Diese Maßnahmen werden häufig erst nach dem Hausbau umgesetzt, müssen jedoch bereits bei der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden.

Wie hoch sind Baunebenkosten beim Neubau wirklich?

Die Baunebenkosten beim Neubau variieren je nach Bauprojekt und Region. Als grobe Orientierung gilt:

  • etwa 15 % bis 20 % der reinen Baukosten

Bei einem Hausbau mit Baukosten von beispielsweise 350.000 € können die Baunebenkosten somit schnell 50.000 € bis 70.000 € oder mehr betragen.

Eine sorgfältige Planung dieser Kosten ist daher ein zentraler Bestandteil jeder Baufinanzierung.

Baunebenkosten frühzeitig realistisch kalkulieren

Beim Bau eines Hauses entstehen neben dem eigentlichen Hauspreis zahlreiche zusätzliche Kosten. Baunebenkosten beim Neubau umfassen unter anderem Grundstücksnebenkosten, Planungsleistungen, Baugrunduntersuchungen, Hausanschlüsse sowie Erd- und Außenarbeiten.

Wer diese Kosten frühzeitig und realistisch kalkuliert, schafft eine solide Grundlage für eine sichere Baufinanzierung und vermeidet unangenehme Überraschungen während der Bauphase.

Eine transparente Planung der Baunebenkosten ist daher ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum eigenen Haus.

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